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Rechtsextreme im Aufwind: Gemeinsam gegen Brüssel?

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Rechtsextreme im Aufwind: Gemeinsam gegen Brüssel?

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Zur drittstärksten Strömung im Europaparlament werden in Zukunft EU-kritische oder sogar EU-feindliche Parteien. Doch außerhalb der Antihaltung finden sie oft keine Grundlage für Allianzen. So wurde in Frankreich die Front National stärkste Kraft. Gut jeder vierte Franzose stimmte für die Euro- und fremdenfeindliche Partei. Sie strebt ein Bündnis mit der FPÖ an, die in Österreich einen Erfolg einfuhr. Gemeinsam ist man gegen Brüssel:

“Die Menschen wollen nicht mehr von außen regiert werden, durch Gesetze, die sie nicht gebilligt haben. Sie wollen nicht Kommissaren gehorchen, die nicht von den Bürgern gewählt wurden”, so Marine Le Pen.

European parliament elections

In Großbritannien bezeichnete UKIP-Chef Nigel Farage den Wahlausgang als “außergewöhnlichstes Ergebnis seit 100 Jahren”. Seine Partei, die das Land aus der EU heraushaben will, liegt mit 27 Prozent der Stimmen klar vorn: “Mein Traum ist Wirklichkeit geworden und trotz der Angriffe, denen wir in den vergangenen Wochen ausgesetzt waren, stand die britische Öffentlichkeit hinter uns und wir haben eine nationale Wahl gewonnen. Ich bin überglücklich”, so Nigel Farage.

Auch in Dänemark, das weniger von der Krise betroffen ist, sind die Rechtspopulisten stärkste politische Kraft geworden. Dort triumphierte die Dänische Volkpartei (DF) mit 26,7 Prozent. Aber genau wie die britischen wollen auch die dänischen Rechten nichts mit der französischen FN zu tun haben.

Drittstärkste Kraft in Griechenland ist mit 9,3 Prozent der Wählerstimmen die rechtsradikale und rassistische Goldene Morgenröte. Wie bei allen anderen spült der Wahlerfolg auch dieser Partei Gelder aus Brüssel in die Kasse.