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Spanien: Parteichef der Sozialisten tritt zurück

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Spanien: Parteichef der Sozialisten tritt zurück

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In Spanien hat das Ergebnis der Europawahl erste Konsequenzen. Der Vorsitzende der sozialistischen Partei, Alfredo Perez Rubalcaba, hat seinen Rücktritt erklärt. Seine Partei hatte am Sonntag das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte eingefahren und neun Sitze im Europaparlament verloren.

Alfredo Perez Rubalcaba erklärte: “Man könnte einfach weitermachen und sagen, es ist ja nichts passiert. Doch jemand muss die Verantwortung für das Ergebnis übernehmen.”

Einen Großteil der Stimmen verloren die Sozialisten an die linksgerichtete Partei Podemos. Die aus einer Protestbewegung entstandene Partei holte aus dem Stand 8 Prozent der Stimmen. An ihrer Spitze steht der Universitätsprofessor Pablo Iglesias.

Er sagt: “Unsere Aufgabe ist es nun, gemeinsam mit anderen Kräften eine politische Alternative zu bilden. Ab Montag werden wir mit anderen Kameraden aus Südeuropa im Europaparlament die Stimme erheben und sagen, dass wir keine Kolonie Deutschlands oder der Troika sein wollen.”

Die Sozialisten werden nach ihrer Wahlschlappe nun Mitte Juli einen neuen Parteichef wählen. Die nächste Parlamentswahl steht in Spanien Anfang 2016 an. Dann will man zumindest einen Teil der verlorenen Stimmen zurückgewinnen.