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Wahlen lassen Börsianer kalt

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Wahlen lassen Börsianer kalt

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Europas Börsen stiegen fast alle nach den Wahlen in Europa und in der Ukraine. Allen voran Mailand mit 2,78 Prozent plus – die regierende Demokratische Partei (PD) ist in Italien mit großem Vorsprung als Sieger aus den Europawahlen hervorgegangen.

Der Eurostoxx50stieg bis Mittag um 0,75 Prozent, Frankfurt um 0,93 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 9.859,60 Punkten.

Mit Recht, findet Händler Robert Halver in Frankfurt:

“Wir haben drei Unterstützungsfaktoren: Die Geldpolitik bleibt üppig, die Europawahlen haben keinen großen Überraschungsruf
gebracht. Und drittens: Die geopolitische Krise in der Ukraine scheint auch mit dem neuen Präsidenten, der mit Russland sprechen will, zumindest vorerst beigelegt zu sein.”

Und Mario Draghi schürte auf einer EZB-Konferenz in Portugal die Vorfreude der Börsianer auf die nächste geldpolitische Sitzung: Zwar erwarte die Notenbank, dass sich die gegenwärtig schwache Inflation wieder schrittweise ihrem Zielwert von knapp zwei Prozent annähern werde, sagte Mario Draghi auf einer von der EZB abgehaltenen Konferenz im portugiesischen Sintra. Dennoch liege es in der Verantwortung der Notenbank, alarmiert und vorbereitet zu sein.

Angesichts der langen Wirkungsverzögerungen geldpolitischer Schritte könnten “vorbeugende Maßnahmen” gerechtfertigt sein.

Der Euro blieb naehzu unverändert bei 1,3639 Dollar.

su mit dpa, Reuters