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Zypern: Bankkunden wollen von EZB und EU-Kommission ihr Geld zurück

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Zypern: Bankkunden wollen von EZB und EU-Kommission ihr Geld zurück

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Anastasiou gegen Kommission und EZB, Pavlides , Vassiliou und Medilab gegen Kommission und EZB: Sparer aus Zypern haben Klagen eingereicht gegen die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission, nach Medienberichten vor dem Gericht der EU in Luxemburg – hier sind schon 12 weitere Zypern-Fälle aus dem Jahr 2013 in Arbeit. Die Kläger wollen wegen der Verluste entschädigt werden, die sie vor gut einem Jahr als Kunden der Bank of Cyprus und der Laiki Bank erlitten haben.

Juristischer Ansatzpunkt: War es zulässig, Inhaber von Konten mit mehr als 100.000 Euro davon abzuhalten, ihr Geld in Sicherheit zu bringen?

Die Euro-Gruppe hatte damals einen Hilfskredit für Zypern gebilligt. Bedingung: Der Finanzsektor wird umstrukturiert und die Laiki Bank zerschlagen. Einlagen wurden nur bis 100.000 Euro garantiert.

Auch Großkunden der Bank of Cyprus büßten fast die Hälfte ihrer Einlagen ein. Sie wurden in Anteilscheine der Bank umgewandelt. Der überlebensfähige Teil der Laiki Bank, samt aller Einlagen unter 100.000 Euro, wurde auf die Bank of Cyprus übertragen, aber auch deren Schulden.

Gläubiger, Großkunden und Anteilseigner verloren Forderungen in Höhe von geschätzt 4,2 Milliarden Euro.

Laiki Bank und Bank of Cyprus – die beiden größten Banken des Landes – waren von der Griechischen Staatsschuldenkrise stark betroffen. Der Schuldenschnitt Griechenlands 2012 führte zu Abschreibungen von insgesamt über 4 Milliarden Euro im zyprischen Finanzsektor.

su