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Ägyptische Präsidentschaftwahl geht in den zweiten Tag

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Ägyptische Präsidentschaftwahl geht in den zweiten Tag

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Die Präsidentschaftswahl in Ägypten geht in den zweiten Tag und alles deutet alles darauf hin, dass erneut ein Mann aus dem Kreis des Militärs die 85 Millionen Ägypter regieren wird.

Je nach Region war die Wahlbeteiligung, Beobachtern zufolge, am Montag stark unterschiedlich. In den Hochburgen der Muslimbruderschaft blieben die Schlangen eher kurz.

“Es ist offensichtlich, dass die Wahlbeteiligung niedrig ist, aber Gott sei Dank hat es bisher keine Probleme gegeben”, so eine Wählerin.

“Ich bin Morgens um 9.30 Uhr zum Wahllokal gegangen und da stand schon ganz Ägypten in der Schlange”, meinte dagegen ein Mann. “Es sah so aus, als würden alle wählen gehen. Also bin ich nach der Arbeit wiedergekommen. Es war sehr geordnet und es herrschte gegenseitiger Respekt, ein Respekt wie ich ihn vorher noch nicht gesehen habe.”

Nach den zehn unruhigsten Monaten der modernen Geschichte des Landes, mit hunderten Toten Polizeikräften, Islamisten und Unbeteiligten, wollen viele Ägypter vor allem Ruhe und Sicherheit.

Umfragen zufolge wünschen sich etwa 55 Prozent der Ägypter den ehemaligen Armeechef Abdel Fatah al-Sisi als Präsidenten.

Den Anhängern der Muslimbruderschaft gilt al-Sisi als Symbolfigur der blutigen Unterdrückung. Sie jedoch beteiligen sich vielfach garnicht an der Wahl.

Dem einzigen zugelassenen und angetretenen Mitbewerber, Hamdeen Sabahi geben Beobachter kaum Chancen gegen al-Sisi.

Erste Hochrechnungen des ägyptischen Wahlergebnisses werden um 20 Uhr MEZ erwartet.