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Boko Haram: Kamerun verlegt Truppen an die Grenze - Nigerianische Regierung will offenbar verhandeln

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Boko Haram: Kamerun verlegt Truppen an die Grenze - Nigerianische Regierung will offenbar verhandeln

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Sechs Wochen ist es her, dass Boko Haram in der nigerianischen Stadt Chibok mehr als 200 Schülerinnen entführte. Im Kampf gegen die islamistische Terrorsekte hat das Nachbarland Kamerun jetzt die militärische Präsenz in seiner Grenzregion verstärkt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden etwa 1000 Soldaten und mehrere Panzerfahrzeuge verlegt. Sie patrouillieren demnach bereits im Norden des Landes.

Das Schicksal der Mädchen bewegt weiterhin viele Menschen in Nigeria. In Lagos beteten Christen und Muslime für die sichere Heimkehr der Schülerinnen. Mit der Meldung, dass die Armee den Aufenthaltsort der Mädchen kenne, steigt die Hoffnung, aber auch die Skepsis gegenüber der Regierung: “Man kann sich kaum vorstellen, dass sie wissen, wo die Mädchen sind und trotzdem nichts tun können”, so eine Frau, die in Lagos für die Mädchen betete. “Was mich wirklich schockiert hat, war, dass Boko Haram fordert, dass für die Freilassung von 50 Mädchen 100 Gefangene entlassen werden.”

Bisher unbestätigten Berichten zufolge soll die nigerianische Regierung versucht haben, mit den Islamisten zu verhandeln. Der Kontakt sei jedoch bisher nicht erfolgreich, hieß es.