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Der Kampf um Donezk geht weiter

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Der Kampf um Donezk geht weiter

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Der Kampf um die ostukrainische Stadt Donezk ist noch nicht zu Ende. Den Regierungstruppen ist es zwar gelungen, den Flughafen einzunehmen. Doch die prorussischen Separatisten wollen der ukrainischen Armee weiterhin erbitterten Widerstand leisten. Dazu errichteten sie Barrikaden auf der Zufahrtsstraße zum Flughafen. Gegenüber Euronews erklärten sie, dass sie sich auf neues Blutvergießen vorbereiten.

“Das hier ist unser Land und das verteidigen wir. Das ist unsere Stadt. Wir werden belagert, aber es gibt keinen Grund Angst zu haben”, sagt diese prorussisch eingestellte Frau.

Die Polizei in der selbst ernannten Volksrepublik Donezk hat keine Kontrolle mehr über die Geschehnisse. Die Sicherheitskräfte wollen sich in dem Konflikt neutral verhalten. Polizeichef Juri Sednew erklärt:

“Leider bekommen wir nicht genug Informationen über die Kämpfe, weder von der einen noch von der anderen Seite. Wir müssen uns auf die Aussagen der Zivilbevölkerung verlassen.”

Wie Euronewskorrespondent Sergio Cantone berichtet, lassen sich die Separatisten von der Anwesenheit der Polizei nicht stören. In Kiew glaubt man nicht an die Neutralität der Polizei in Donezk, sondern geht davon aus, dass sie sich auf die Seite der prorussischen Kräfte geschlagen hat.

Euronewskorrespondent Sergio Cantone:
Hinter mir befindet sich eine Brücke, die über Eisenbahnschienen führt. Sie trennt die das Stadtzentrum von der Kampfzone. Auf der anderen Seite der Brücke waren einige Explosionen zu hören.