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OSZE lobt ukrainische Präsidentschaftswahl

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OSZE lobt ukrainische Präsidentschaftswahl

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Die ukrainische Präsidentschaftwahl verlief weitgehend geordnet und auch die Auszählung erfolgt transparent – das ist die vorläufige Einschätzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Insgesamt rund 700 Unregelmäßigkeiten habe man beobachtet, die meisten im Osten. Während es 2010 und 2012 vor allem mit Wählerbestechung Problem gegeben habe, seien diesmal meist Menschen von Regierungsgegnern am Wählen gehindert oder eingeschüchtert worden.

“In Donezk war nicht ein einziges Wahllokal geöffnet und das ist ein Problem”, so OSZE-Sonderkoordinator Joao Soarez. “Doch das untergräbt die Legitimität und Gültigkeit dieser Wahl nicht, denn die Wahlbeteiligung war insgesamt sehr gut, größer als bei unserer eigenen Wahl für das Europaparlament.”

Offiziellen Zahlen zufolge gaben landesweit 60,29 ihre Stimme ab – auch am Maidan ist man insgesamt zufrieden mit dem Verlauf der Wahl.

Von ihrem neuen Präsidenten erwarten die Aktivisten vor allem eine Befriedung des Ostens. Für die Menschen selbst sei es nun aber an der Zeit nach Hause zu gehen und die Straßen zu räumen, so Kiews neugewählter Bürgermeister Witali Klitschko.

euronews-Korrespondentin Maria Korenjuk: “Das offizielle Endergebnis der ukrainischen Präsidentschaftwahl soll am 1. Juni verkündet werden. Innerhalb von 30 Tagen wird der neue Präsident dann vereidigt. Im Anschluss will Petro Poroschenko in den Donbass reisen, nach Donezk und Luhansk, um den Osten wieder unter Kontrolle zu bringen.”