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Thailand: Nach der politischen die Wirtschaftskrise

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Thailand: Nach der politischen die Wirtschaftskrise

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Die thailändische Armee hat das Kriegsrecht verhängt. Investoren sind besorgt – das Wirtschaftswachstum der die zweitgrößten Volkswirtschaft Ostasiens bleibt schon jetzt hinter dem der anderen ASEAN-Staaten zurück.

Die Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal um 2,1 Prozent – verglichen mit dem Quartal zuvor. Die staatliche Entwicklungsbhörde halbierte die Wachstumserwartungen für 2014 auf 1,5 bis 2,5 Prozent. Rezessionsängste gehen um. Das Land ist seit sieben Monaten Schauplatz einer tiefen Staatskrise.

Nudelverkäufer Puttinun Samanawiriya (60):

“Hoffnung habe ich nicht viel. Staatsstreiche haben noch nie was gebracht, um das Land besser zu managen.”

Die Militärjunta hat ein Programm für mindestens 1,5 Jahre aufgestellt. König Bhumipol hat Armeechef Prayuth Chan-Ocha in seiner Position als Regierungschef bestätigt.

Manche hoffen, dass es aufwärtsgeht. Immerhin wurde jetzt begonnen, 1,5 Milliarden Euro an rückständigen Reisgeldern an die Bauern auszuzahlen.

Sri-urai Jitpetchmee, Bäuerin:

“Er (General Prayuth ) hat Geld für die Landwirte genehmigt. Ich hatte schon Angst, dass ich die Landwirtschaft aufgeben muss. Jetzt geht es erst mal weiter.”

Allerdings mit großen Risiken. Multinationale Unternehmen wie Toyota überdenken Investitionsentscheidungen. Die Verbraucher haben Vertrauen verloren.

Und der Schlüsselsektor Tourismus litt in den vergangenen Monaten unter den heftigen Ausschreitungen in Bangkok. Von Januar bis April kamen 5 Prozent weniger Besucher als vor einem Jahr.

Das Auswärtige Amt in Berlin empfiehlt Reisenden nachdrücklich, Demonstrationen und Menschenansammlungen im ganzen Land zu meiden.

Im vergangenen Jahr verbrachten nach
Schätzungen der deutschen Botschaft 700.000 Deutsche ihren Urlaub in Thailand, etwa 30.000 leben dort.

su mit Reuters