Eilmeldung

Eilmeldung

GlaxoSmithKline wird auch von britischen Korruptionsbekämpfern durchleuchtet

Sie lesen gerade:

GlaxoSmithKline wird auch von britischen Korruptionsbekämpfern durchleuchtet

Schriftgrösse Aa Aa

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) gerät nach einem Korruptionsskandal in China auch in seinem Heimatland ins Visier der Behörden.

Die Anti-Korruptionsbehörde Serious Fraud Office leitete gegen GSK und seine Tochterfirmen ein Verfahren zur Überprüfung der Geschäftspraktiken ein. Das Serious Fraud Office ist eine Behörde, die bei großen Betrugs- und Korruptionsfällen ermittelt. Das Betrugsdezernat der britischen Generalstaatsanwaltschaft bestätigte, es habe ein formelles Ermittlungsverfahren eröffnet.

Die chinesischen Behörden werfen GSK vor, systematisch Ärzte und Krankenschwestern bestochen zu haben. Gegen den früheren Chef der GSK-Tochter in China und mehrere Kollegen wurde Anklage erhoben. Der China-Chef des Konzerns, ein Brite, soll Angestellte dazu gedrängt haben, Ärzte und Krankenhäuser zu bestechen, um den Absatz
der Produkte zu befördern. Im Zuge der Ermittlungen waren vier Mitarbeiter in China festgenommen worden. Insgesamt wird dort gegen 46 Verdächtige ermittelt.

Man wolle mit den Ermittlern zusammenarbeiten, erklärte GSK, Marktführer in Großbritannien. Man wolle sich nach höchsten moralischen Standards verhalten.

Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben auch Korruptionsvorwürfen in Polen, dem Irak, Jordanien und dem Libanon nach.

su mit Reuters, dpa