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Ureinwohner protestieren gegen Fußball-WM

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Ureinwohner protestieren gegen Fußball-WM

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In Brasiliens Hauptstadt Brasília haben Ureinwohner gegen die Fußball-Weltmeisterschaft protestiert.

An der Kundgebung beteiligten sich neben den Ureinwohnern in traditioneller Kleidung zahlreiche Obdachlose, Ältere und Kinder. Sie marschierten zunächst friedlich in Richtung des WM-Stadions.

Nach dem Beginn des Polizeieinsatzes warfen einige Steine oder schossen mit Pfeil und Bogen in Richtung der Polizisten, um eine Straßensperre zu durchbrechen. Ein berittener Polizist wurde nach Mediengaben durch einen Pfeil am Bein verletzt und musste operiert werden.

Wegen der immensen Kosten für die Fußball-WM richtet sich der Zorn vieler Brasilianer gegen die Behörden und das Sportereignis an sich. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, viel Geld in Prestigeprojekte zu stecken und wichtige andere Aufgaben zu vernachlässigen.

Die WM beginnt am 12. Juni in São Paulo.