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USA wollen in der Welt weiter führen, aber weniger

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Die USA bekräftigen ihren weltweiten Führungsanspruch. Wenn Amerika nicht führe, mache es auch kein anderer, sagte Präsident Barack Obama vor Absolventen der Militärakademie West Point.

Obama nannte den Terrorismus die stärkste Bedrohung für die USA. In diesem Kampf wolle man gut dreieinhalb Milliarden Euro ausgeben, um Verbündete in anderen Ländern auszubilden und auszurüsten.

So bekomme man mehr Spielraum für verschiedene Einsätze, sagte er. Dazu gehöre die Ausbildung von Sicherheitskräften in Jemen oder von Sicherheits- und
Grenzkräften in Libyen; außerdem die Unterstützung für eine internationale Friedenstruppe in Somalia und für den französischen Einsatz in Mali.

Das größte Problem der letzten Monate war aber die Entwicklung in der Ukraine.

Was Russland dort gemacht habe, sagte Obama dazu, erinnere an die Zeiten von sowjetischen Panzern in Osteuropa: Der Kalte Krieg sei aber vorbei; am Wochenende hätten Millionen Ukrainer ihren neuen Staatspräsidenten gewählt.

Man wisse nicht, so Obama aber weiter, wie sich die Lage dort entwickeln werde, und es werde noch große Schwierigkeiten geben.

Obama sprach sich für weniger Militäreinsätze im Alleingang aus. Wenn die USA nicht direkt bedroht seien, sollte man mit Verbündeten zusammenarbeiten oder auch andere Mittel anwenden, wie Entwicklungshilfe oder Sanktionen.