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Al-Sisis Sieg in Ägypten - Beobachter kritisieren Wahlprozess

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Al-Sisis Sieg in Ägypten - Beobachter kritisieren Wahlprozess

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Der frühere Militärchef Abdel Fattah al-Sisi hat bei der Präsidentenwahl in Ägypten wie erwartet einen haushohen Sieg errungen. Nach vorläufigen Ergebnissen erhielt er 97 Prozent der Stimmen. Sein einziger Kontrahent, der linke Aktivist Hamdien Sabahi, kam demnach lediglich auf drei Prozent.

Der Beobachtermission der EU zufolge war die Wahl nicht immer sehr fair. Die beiden Kandidaten hätten nicht das gleiche Maß an Redezeit in den Medien erhalten. “Nach dem was ich gesehen habe, hat die Armee keinen Einfluss auf die Stimmabgabe ausgeübt. Sie übte vorher Einfluss aus, während der Ereignisse, die zum Sturz von Präsident Mursi führten,” so Robert Goebbels, der Vorsitzende der Delegation des Europäischen Parlaments.

Laut der US-Organisation Democracy International, die auch Wahlbeobachter nach Ägypten geschickt hatte, habe das Klima der
Unterdrückung und der Einschüchterung eine wirklich demokratische Präsidentschaftswahl unmöglich gemacht. Das offizielle Wahlergebnis wird für die kommende Woche erwartet.