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Argentinien arbeitet seine Pleite ab

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Argentinien arbeitet seine Pleite ab

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Argentinien hat sich mit seinen Gläubigern auf
Rückzahlungsmodalitäten für fällige Schulden geeinigt. Insgesamt gehe
es um rund 7,2 Milliarden Euro, so der sogenannte Pariser Club. Der Verband ist ein informelles Gremium, in dem staatliche und öffentliche Gläubiger mit einem in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Schuldnerland zusammentreffen, man spricht über Umschuldung oder Schuldenerlass. Zu den offiziellen Gläubigern Argentiniens zählen Deutschland, Frankreich, die
USA, Großbritannien oder Spanien.

Das südamerikanische Land soll über ein flexibles System die fälligen
Schulden innerhalb von fünf Jahren begleichen. Bis Mai 2015 sind mindestens 845 Millionen Euro fällig, die nächste Rate ein Jahr später.

Während der 1990er Jahre war Argentiniens Staatsverschuldung kontinuierlich angestiegen – bis hin zu Argentinien-Krise und Staatsbankrott im Jahr 2001 – Staatsanleihen wurden nicht mehr bedient.

Gläubiger, die einen Umtausch akzeptierten, verloren rund 70 %, darunter viele private Kleinanleger vor allem in Italien, Japan und Deutschland. Allein in Deutschland liegen mehrere hundert Urteile vor, die die Republik Argentinien zur Zahlung ausstehender Schulden verpflichten.

Seit 2003 hat das Land seine Verschuldung auf ein Drittel abgebaut – auf 42,8 Prozent der Wirtschaftsleistung (2013).

su mit dpa, Reuters