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Der Erste Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum

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Der Erste Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum

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Vor 100 Jahren brach das Grauen über Europa herein: der Erste Weltkrieg, die “Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts”. Über 70 Millionen Menschen aus 40 Ländern waren von 1914 bis 1918 am Kriegsgeschehen beteiligt – über neun Millionen Soldaten starben. Es war der erste Krieg, der mit modernen Waffen ausgetragen wurde, Flugzeugen, Panzern und Gas.

Davon zeugt die Ausstellung "1914 - 1918". Der Erste Weltkrieg" im Deutschen Historischen Museum in Berlin, eine der vielen Gedenkveranstaltungen, die in diesem Jahr anlässlich des Kriegsbeginns vor 100 Jahren begangen werden. Dabei hat das Berliner Museum seinem Präsidenten Alexander Koch zufolge selbst eine hohe Messlatte gelegt.

Alexander Koch: “Es ist die einzige Überblicksausstellung. Viele andere orientieren sich entweder thematisch oder regional oder lokal in ihrer Ausrichtung, und wir haben bewusst den Weg genommen, eine Überblicksausstellung zu präsentieren und damit auch Multiperspektivität in die Darstellung hineinzubringen mit vielen Dutzend Leihgebern aus ganz Europa, aus den Vereinigten Staaten.”

Die Schau auf 1.100 Quadratmetern Ausstellungsfläche mit rund 500 Exponaten versucht, den Kriegsverlauf zu vermitteln, aber auch die Voraussetzungen und Konsequenzen der Auseinandersetzungen zu beleuchten.
Dazu werden die Ereignisse anhand von 14 relevanten Orten dokumentiert. Darunter sind Schlachtfelder wie Verdun in Frankreich, wichtige Zentren wie Berlin oder besetzte Gegenden und Städte.

Andreas Mix, Kurator: “Der Erste Weltkrieg erfährt in diesem Jahr sehr viel mehr Aufmerksamkeit aufgrund des Jahrestages, aufgrund der Publikationen, aufgrund von Fernsehdokumentationen und aufgrund von Ausstellungen wie dieser hier. Und es wird deutlich, dass es ein Ereignis war, das wichtig ist und das verstanden werden muss, um das ganze Jahrhundert zu verstehen. Weil im Ersten Weltkrieg wurden die Ideologien geboren, die das 20. Jahrhundert prägten. Der Kommunismus, der Faschismus, der Nationalsozialismus – all diese Ideologien sind im Ersten Weltkrieg geboren worden.”

Auch einzelne Biografien sollen zum größeren Verständnis dieser Zeit beitragen. Präsentiert werden die Schicksale und Sichtweisen bekannter Personen wie Ernst Jünger oder Käthe Kollwitz, aber auch unbekannter Soldaten und Zivilisten. Zu sehen bis zum 30. November in Berlin.