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Historische Kleidung, meisterlich restauriert

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Historische Kleidung, meisterlich restauriert

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Mit viel Geduld und modernstem Gerät rücken die Experten der berühmten Akademie für Restaurierungsarbeiten Opificio delle pietre dure in Florenz alten Textilien auf den Leib. Über drei Jahre lang wurde die hauseigene Sammlung überholt und ist nun in einer Ausstellung zu bewundern. Zu den Highlights gehört eine Samurai-Rüstung aus dem 17. Jahrhundert.

Elisa Bracaloni, Restauratorin: “Kleidungstextilien sind Kunstobjekte, die sich durch das tägliche Tragen im Verlauf der Zeit verschleißen. Das hängt mit dem Träger und seinem Körper zusammen. Deswegen weisen die Kleidungsstücke Abnutzungserscheinungen auf, die ein ganz normales Kunstobjekt nicht hat. Dem müssen wir bei der Restaurierung Rechnung tragen.”

Dabei kamen unter anderem Röntgenstrahlen und Laserscanner zum Einsatz. Dank der Bildgebungsverfahren konnten die alten Stoffe genauer datiert werden. “Vom Ägypten der Pharonen bis zum Japan der Samurais” lautet der Titel der Sammlung.

Licia Triolo, Restauratorin: “Ziel dieser Ausstellung ist, denen, die sich dafèr interessieren, einen Einblick in die Vielfalt der Textiliensammlung zu geben und in die Methoden, mit denen ein Restaurierungslabor arbeitet.”

Weitere Highlights der Schau im hauseigenen Museum sind ein mittelaterlicher Schleier aus Siena, die Schuhe des Bischoffs und späteren Heiligen Sankt Basso und 2400 Jahre alte ägyptische Sandalen. Und natürlich die Samurai-Rüstung, die mit einem versteckten Kettenhemd verwoben ist, wie sich unter dem Röntgengerät herausstellte. Zu bewundern in Florenz bis zum 13. September.