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Louis Castel - Virtuelle Eindrücke aus dem zweiten Weltkrieg auf Facebook

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Louis Castel - Virtuelle Eindrücke aus dem zweiten Weltkrieg auf Facebook

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Louis Castel gibt es nicht. Louis Castel ist ein imaginärer, virtueller Charakter, man kann ihm auf “Facebook” und “Twitter” folgen. So will das französische Museum “Mémorial de Caen” Geschichte für die Internetgeneration erfahrbar machen. Der virtuelle Soldat Louis Castel, geboren am 19. März 1920, erzählt seine Eindrücke aus dem zweiten Weltkrieg. Nutzer der Netzwerke können ihre Gedanken mitteilen und so die Geschichte verändern.

Das Projekt soll bis zum siebzigsten Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am “Omaha Beach” am 6. Juni 1944 laufen und einen öffentlichen Diskurs über die Geschichte des zweiten Weltkriegs anregen.

Der gebürtige Franzose Louis Castel ist nach Manhattan gekommen, um bei der US-Armee anzuheuern. Sein Ziel ist die Teilnahme an den Landeoperationen in der Normandie im Juni 1944. Fast täglich dokumentiert der junge Soldat seine Eindrücke mit Originaldokumenten auf Facebook und Twitter. Auf Facebook folgen dem imaginären Soldaten bereits mehr als 22.000 Nutzer. Tag für Tag können sie nachvollziehen, was der seinerzeit 24-Jährige während des Krieges erlebt hat.

Entwickelt hat die Geschichte unter anderem der französische Historiker Emmanuel Thiébot. Sein Ziel war es, nicht nur historische Fakten aufzuarbeiten, sondern dem fiktiven Soldaten ein emotionales Innenleben und eine menschliche Seite zu verleihen, ihn nachvollziehbar zu machen. In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni wird die Landung der Alliierten in der Normandie live im Internet nachvollziehbar sein.

Die Geschichte des fiktivien Soldaten Louis Castel findet sich unter:

Facebook louiscastel44 und auf twitter.