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Offenbar haushoher Sieg für Ex-General bei Ägyptens Präsidentenwahl

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Offenbar haushoher Sieg für Ex-General bei Ägyptens Präsidentenwahl

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Drei Tage Präsidentenwahl sind vorbei: Die Ägypter hatten noch einen zusätzlichen Tag Zeit bekommen, um den richtigen Staatspräsidenten zu wählen.

Die Wahllokale blieben somit auch am Mittwoch offen, nach einer kurzfristigen Entscheidung der Wahlkommission.

Zur Wahl stand neben dem früheren Armeechef Abdel Fattah al-Sisi nur ein einziger weiterer Bewerber.

Al-Sisis eigene Wahlkampfmannschaft meldet schon ein Zwischenergebnis von 93 Prozent der Stimmen, laut einem Zwischenstand bei der Auszählung.

Auf Al-Sisis Gegenkandidaten, den linkgerichteten Politiker Hamdin Sabahi, würden demnach ganze drei Prozent entfallen.

Der zusätzliche Wahltag sollte offenbar die bis Dienstag niedrige Wahlbeteiligung hochschrauben.

Die islamistischen Moslembrüder, vor knapp einem Jahr von der Armee entmachtet, hatten zu einem Wahlboykott aufgerufen.

Für so eine gravierende Änderung in letzter Minute brauche man aber außergewöhnliche Umstände, sagt Eric Bjornlund, Leiter einer westlichen Beobachtergruppe. Seine 86 Beobachter in ganz Ägypten hätten nichts gesehen, was einen zusätzlichen Wahltag nötig gemacht hätte.

Zum Schluss wurden Nichtwählern sogar Geldbußen angedroht. Was es gebracht hat, muss die Auszählung zeigen.