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Serbien nach der Jahrhundertflut: Ganze Dörfer zerstört

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Serbien nach der Jahrhundertflut: Ganze Dörfer zerstört

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Knapp zwei Wochen nach den Jahrhundertfluten auf dem Balkan zeigt sich im serbischen Dorf Rebelj das Ausmaß der Katastrophe. Hier, 120 Kilometer von Belgrad entfernt, steht kaum noch ein Stein auf dem anderen. Ganze Hügel wurden durch die Unwetter weggespült, einige Wälder in der Umgebung des Dorfes von den Wassermassen mitgerissen. Straßen verwandelten sich in Flussläufe. Viele Bewohner haben das Dorf verlassen. Eine Rückkehr zum Alltag scheint kaum möglich. “Es gibt hier kein Leben mehr”, sagt der 78-jährige Milorad Pirgic, “aber wir müssen weiter machen. Wo soll ich sonst hin?”

Im ebenfalls betroffenem Bosnien-Herzegowina hatten die Fluten die Hochzeit dieser jungen Paare verhindert. Sie wagen jetzt den Schritt in eine gemeinsame Zukunft, auch wenn sie noch nicht wissen, wie diese aussieht: “Wir bleiben jetzt erst mal für die nächste Zeit im Haus seiner Tante, was danach kommt, weiß ich noch nicht. Wir haben beide kein Zuhause mehr, wir wissen nicht, wie es weitergeht.”

Vom 13. bis zum 18. Mai hat es in Teilen Serbiens, Bosnien-Herzegowinas und Kroatiens fast durchgehend geregnet, teilweise fielen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter. Mehr als 50 Menschen kamen ums Leben.