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Auslandssyrer konnten schon über Präsidenten abstimmen

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Auslandssyrer konnten schon über Präsidenten abstimmen

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In Syrien wird nächste Woche der Staatspräsident gewählt: Syrer im Ausland konnten jetzt schon abstimmen, in der Hauptsache am Mittwoch.

Viele wählten in den Nachbarländern Libanon und Jordanien. Vor allem in europäischen Staaten wie Deutschland und Frankreich war die Wahl verboten, angesichts des Bürgerkriegs in Syrien.

“Wir hoffen auf mehr Reformen”, sagt ein Syrer in Libanon; “und dass wir einen Präsidenten wählen, der das Land gut führt.”

Syriens jetziger Machthaber Baschar Assad muss sich seit drei Jahren gegen bewaffneten Widerstand verteidigen.

Es sah schon einmal schlecht aus für ihn, aber seit sich seine Gegner oft gegenseitig bekämpfen, ist er wieder obenauf: So sehr, dass er nun für Dienstag diese Wahl angesetzt hat und selber wieder antritt.

“Natürlich war ich nicht wählen”, meint ein Syrer in Jordanien; “das ist doch alles schon entschieden, die Wahl ändert da nichts. Wenn Assad gewinnt, kann dieser Schlächter eben weiteres Blut vergießen.”

Die Opposition ist von der Wahl faktisch ausgeschlossen und boykottiert die Abstimmung. Gegen Assad, der seit dem Jahr 2000 im Amt ist, treten zwei eher unbekannte Politiker an.