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Blair-Bush-Kommunikation zum Irak-Krieg wird teilweise freigegeben

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Blair-Bush-Kommunikation zum Irak-Krieg wird teilweise freigegeben

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Teile der Kommunikation zwischen dem damaligen britischen Premierminister Tony Blair und dem seinerzeitigen US-Präsidenten George W. Bush zum Irakkrieg werden dem britischen Untersuchungsausschuss zum Irakkrieg zur Verfügung gestellt. Allerdings werden nur “Kernaussagen und Zitate”, nicht der Wortlaut der Kommunikation freigegeben. Bushs Sicht der Dinge bleibt Verschlusssache.

Sir John Chilcot, der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, erklärte, man habe mit der Sichtung des Materials begonnen, wisse aber nicht, wie lange die Auswertung in Anspruch nehmen werde. Die öffentlichen Anhörungen waren bereits 2011 beendet worden. Der Streit um die Bereitstellung der Kommunikation zwischen Bush und Blair hat die Arbeit des Ausschusses verzögert.

Blair wird vorgeworfen, die britische Öffentlichkeit über die Gründe für den Irakkrieg getäuscht zu haben. Die britische Regierung hatte die Freigabe der Kommunikation zwischen den beiden Spitzenpolitikern bislang mit der Begründung abgelehnt, die Verhandlungen zwischen Staats- und Regierungschefs genössen eine große Vertraulichkeit, die “nicht leichtfertig” aufgegeben werden dürfe.

Weiterführende Links

The Iraq Inquiry