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BNP droht 10 Milliarden Dollar Strafe in USA

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BNP droht 10 Milliarden Dollar Strafe in USA

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Der französischen Großbank BNP droht in den USA eine Milliarden-Strafe. BNP soll US-Sanktionen gegen den Iran, den Sudan und Kuba umgangen haben. Wie das «Wall Street Journal» berichtet, verhandelt die Bank mit dem Justizministerium über eine Strafzahlung von zehn Milliarden US-Dollar, damit entsprechende Ermittlungen eingestellt werden.

BNP wird vorgeworfen, entgegen den US-Bestimmungen für Kunden aus dem Sudan, dem Iran und Kuba Dollar-Geschäfte getätigt zu haben. Die US-Strafverfolgungsbehörden hatten angedeutet, BNP aus dem Dollar-Zahlungssystem ausschließen zu wollen. Wegen der Gefahr eines möglichen Ausschlusses zögert die Bank, ein Schuldeingeständnis abzugeben. Die Verhandlungen könnten sich noch Monate hinziehen.

Nach Angaben von Insidern waren die meisten Transaktionen im Einklang mit geltendem französischen oder europäischen Recht. Weil sie aber in US-Dollar abgewickelt wurden, beansprucht die USA das Recht, diese strafrechtlich zu verfolgen.