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Istanbul: Gedenken an die Opfer der "Gaza-Flotille"

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Istanbul: Gedenken an die Opfer der "Gaza-Flotille"

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In Istanbul wird an diesem Wochenende der Opfer des israelischen Militäreinsatzes gegen ein Schiff der sogenannten “Gaza-Flotille” vor vier Jahren gedacht.

Am 31. Mai 2010 waren neun Türken bei Auseinandersetzungen mit
israelischen Elitesoldaten an Bord der “Mavi Marmara” getötet worden, ein weiterer erlag kürzlich den Folgen seiner Verletzungen.

Hunderte pro-palästinensische
Aktivisten hatten seinerzeit trotz Warnungen versucht, eine von Israel verhängte Seeblockade vor dem Gazastreifen zu durchbrechen. Ein türkisches Gericht stellte jetzt Haftbefehle gegen vier israelische Militärs aus.

Der damalige Botschafter in Israel, Oğuz Çelikkol, meint, man müsse die Entscheidung des Gerichts respektieren, das sei für die israelische Seite sicher ein Problem. Man solle aber wohl die zwei Prozeduren, die juristische und den Prozess der Wiederannährung, auseinanderhalten.

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft wegen Totschlags, Freiheitsberaubung und Plünderei für die Israelis.

Einerseits suchten die Politiker nach Gemeinsamkeiten und Annäherung, sagt euronews-Reporter Bora Bayraktar, andererseits seien da aber auch die Aktivisten, die Gerechtigkeit für ihre getöteten Freunde suchten. Auch am vierten Jahrestag der Zwischenfälle auf der “Mavi Marmara” gebe es noch eine grosse Barrieren in den israelisch-türkischen Annäherungsbemühungen.