Eilmeldung

Eilmeldung

Wahlkampfauftakt für schottisches Unabhängigkeitsreferendum

Sie lesen gerade:

Wahlkampfauftakt für schottisches Unabhängigkeitsreferendum

Schriftgrösse Aa Aa

Diese Schotten stehen nicht allein mit ihrem “Ja”, befinden sich aber in der Minderheit. In Schottland hat der Wahlkampf für das Unabhängigkeitsreferendum am 18. September offiziell begonnen.

Je nach Umfrage befürworten 30 bis maximal 40 Prozent der Schotten eine Abkehr vom Vereinigten Königreich. Das sind deutlich mehr als vor einem halben Jahr.

Blair Jenkins, Direktor “Yes”-Kampagne:

“In dieser Phase sind wir zufrieden. Die Kraft und die Ideen sind auf der “Ja”-Seite. Unabhängig von der Stimmungslage der Leute bezüglich des Referendums sind doch fast alle der Meinung, dass unsere Kampagne die meisten positiven Ideen beinhaltet. Wir Abspaltungsbefürworter haben ein positiveres Image.”

“Besser gemeinsam” lautet das Motto der schottischen Unabhängigkeitsgegner, die in Umfragen ebenfalls über keine klare Mehrheit verfügen.

Zudem ist etwa ein Fünftel der Schotten 16 Wochen vor dem Referendum noch unentschieden. Der Wahlkampf soll das ändern, so Blair McDougall, Direktor “Better Together”-Kampagne:

“Ich denke, wir können nicht nur gewinnen, sondern wir werden es auch. Die Schotten bevorzugen eine geteilte Entscheidungskraft mit einem starken schottischen Parlament, sie wollen aber auch Teil von etwas Größerem sein.
Wir bieten den Schotten das beste von beiden Seiten und werden deshalb gewinnen.”

Über die Auswirkungen einer Unabhängigkeit Schottlands wird in Großbritannien seit Monaten gestritten. Im Mittelpunkt stehen dabei der Witschaftsfaktor Nordsee-Öl, die Zukunft der in Schottland stationierten britischen Atom-U-Boote und die Mitgliedschaft in der EU.