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Beispiellose Flüchtlingswelle erreicht Italien

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Beispiellose Flüchtlingswelle erreicht Italien

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Eine bislang einmalige Flüchtlingswelle hat Italien erreicht. Weit mehr als 3000 Migranten hatten in einer Vielzahl von Booten in Nordafrika abgelegt. Sie gingen bei italienischen Schiffen an Bord oder wurden in ihren Booten nach Sizilien geschleppt.

Die Migranten werden von den italienischen Behörden im Laufe des Wochenendes in drei Aufnahmelagern untergebracht. Darunter auch das offiziell wegen Überfüllung geschlossene Lager auf der Insel Lampedusa.

Die meisten Migranten nutzen Libyen als Ausgangspunkt für die oft lebensbedrohliche Passage. Vor allem aus Syrien kommen wegen des andauernden Bürgerkrieges vermehrt Flüchtlinge in die Region.

Deren Zahl ist nach Angaben des italienischen Innenministeriums zuletzt sprunghaft gestiegen. In den ersten fünf Monaten des Jahres erreichten bereits so viele Migranten Italien wie im gesamten Jahr 2013.

Vor allem während Schönwetterperioden versuchen mehr Migranten aus Afrika oder dem Nahen Osten, in oft wenig seetauglichen Booten in EU-Gewässer zu
gelangen. Und hunderttausende Menschen warteten an der nordafrikanischen Küste darauf, nach Europa zu gelangen, hatte Italiens Innenminister Angelino Alfano erklärt und mehr Unterstützung von den europäischen Partnern verlangt. Denn
allein könne Rom den Ansturm kaum noch bewältigen.