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Gewaltausbruch und zahlreiche Festnahmen am Jahrestag der türkischen Gezi-Proteste

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Gewaltausbruch und zahlreiche Festnahmen am Jahrestag der türkischen Gezi-Proteste

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Am Jahrestag des Beginns der landesweiten Gezi-Proteste in der Türkei ist die Polizei in Istanbul gewaltsam
gegen Demonstranten vorgegangen.Zunächst war der Protestzug friedlich abgelaufen. Auf einer Einkaufsmeile, die zum zentralen Taksim-Platz führt, kam es zur Eskalation.

Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Offenbar wurden mehrere Dutzend Demonstranten festgenommen.

Medienberichten zufolge sollen bis zu 25 000 Polizisten und 50 Wasserwerfer das Vordringen von Demonstranten auf den Taksim-Platz verhindern.

Die Polizei riegelte bereits im Vorfeld den Taksim-Platz und den angrenzenden Gezi-Park ab.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte seine Landsleute eindringlich vor einer Teilnahme an Demonstrationen gewarnt.

Er drohte mit einem strikten Vorgehen der Sicherheitskräfte:

“Wenn sie versuchen, auf den Taksim-Platz zu gehen, dann tut es mir leid. Die Sicherheitskräfte haben klare Anweisungen erhalten. Sie werden diese Anweisungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchsetzen.”

Die landesweiten Proteste vor einem Jahr hatten sich an Plänen der türkischen Regierung entzündet, den Gezi-Park zu bebauen und dafür Bäume zu fällen.

Mindestens sieben Menschen kamen im Rahmen der Proteste ums Leben. Die Massendemonstrationen ebbten erst im Spätsommer ab.