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Thailands Militärs erfüllen Forderungen der Regierungsgegner

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Thailands Militärs erfüllen Forderungen der Regierungsgegner

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Thailands Militärmachthaber wollen erst in 14 Monaten wieder demokratische Verhältnisse zulassen. Solange werde der “Prozess der Nationalen Versöhnung und Reformen “ in Anspruch nehmen erklärte Junta-Chef General Prayuth Can-ocha am Freitag in einer Fernsehansprache. Zwei Monate wollen die Militärs selber regieren, dann soll eine zivile Regierung ernannt werden.

“Eine gesetzgebende Versammlung wird eingerichtet, die einen Ministerpräsidenten bestimmen und ein Kabinett berufen soll, damit die Verwaltung überwacht und eine neue Verfassung ausgearbeitet werden kann. Außerdem soll ein Rat für Reformen eingesetzt werden, der jene Reformen durchführt, die von der Gesellschaft gewünscht und für alle Gruppen akzeptabel sind”, erklärte Junta-Chef General Prayuth Chan-ocha.

Das Vorgehen der Putschisten entspricht genau den Forderungen der Regierungsgegner, die seit November Massendemonstrationen organisiert und den Sturz der 2011 mit großer Mehrheit gewählten Regierung erreicht hatten.

Die vom Verfassungsgericht abgesetzte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra stützte sich auf die ärmere Landbevölkerung. Hinter den Regierungsgegnern stehen die wohlhabendere Thailänder der Mittel- und Oberschicht Bangkoks und Südthailands. Der Graben zwischen den Schichten ist in den vergangenen zehn Jahren immer
größer geworden.