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Bluttat im Jüdischen Museum in Brüssel hatte offenbar islamistischen Hintergrund

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Bluttat im Jüdischen Museum in Brüssel hatte offenbar islamistischen Hintergrund

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Ein französischer Islamist mit Kriegserfahrung in Syrien soll für die Mordtat im Jüdischen Museum von Brüssel
verantwortlich sein. Der in Marseille festgenommene 29-jährige soll der radikalen Dschihadisten-Organisation ISIS angehören. Die belgische Staatsanwaltschaft erklärte, die Kalaschnikow-Maschinenpistole des Franzosen sei bei dessen Festnahme in eine ISIS-Flagge eingehüllt gewesen. Außerdem wurden Videoaufnahmen bei dem Mann sichergestellt, sagte der französische Chefermittler François Molins:

“In dem Film ist der Kameramann nicht zu sehen, aber die Stimme scheint die des mutmaßlichen Täters Mehdi Nemmouche zu sein. Er erklärt darin, dass diese Aufnahmen entstanden, weil seine auf dem Kopf montierte Kamera während der Tat im Jüdischen Museum von Brüssel nicht funktionierte.”

Bei dem Anschlag waren am 24. Mai drei Menschen getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.
Frankreichs Präsident François Hollande kündigte Maßnahmen an:

“Wir versichern, dass diese Dschihadisten – von denen es etwa 700 in Frankreich gibt, die in Syrien sind oder dort gewesen sind – bekämpft werden. Die ganze Regierung ist mobilisiert, um diese Dschihadisten aufzuspüren und zu verhindern, dass sie nach ihrer Rückkehr nach Europa Schaden anrichten können.”

Der mutmaßliche Täter Mehdi Nemmouche hatte offenbar im vergangenen Jahr für islamische Dschihadisten gekämpft und war seit seiner Rückkehr vom französischen Geheimdienst überwacht worden. Er soll eine kriminelle Vergangenheit haben.

Der Franzose war bei seiner Ankunft mit einem Fernbus aus Brüssel der Zollkontrolle in Marseille aufgefallen.