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Sudan: Zum Tode verurteilte Christin wird freigelassen

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Sudan: Zum Tode verurteilte Christin wird freigelassen

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Die im Sudan wegen Abkehr vom Islam zum Tode verurteilte Christin wird freigelassen. Nach Angaben des Außenministeriums in Khartoum suche man nach einem juristischen Weg für die Freilassung. Die Frau hatte vor wenigen Tagen im Gefängnis ihr zweites Kind zur Welt gebracht. Ursprünglich sollte sie sich noch zwei Jahre um das Baby kümmern dürfen, bevor das Todesurteil vollstreckt werden sollte. Ein Gericht in Khartoum hatte sie wegen der Ehe mit einem christlichen US-Bürger außerdem zu 100 Peitschenhieben verurteilt. Das Urteil hatte international Entrüstung ausgelöst. Die Frau war von ihrer Mutter christlich-orthodox erzogen worden, nachdem ihr muslimischer Vater die Familie verlassen hatte. Ihre Mutter ist eine orthodoxe Christin aus Äthiopien. Nach sudanesischem Recht darf eine Muslimin keinen Christen heiraten. Das wird als Ehebruch ausgelegt.