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"GiraffPlus", ein Betreuungsroboter für Senioren

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"GiraffPlus", ein Betreuungsroboter für Senioren

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Lea Mina Ralli ist 94 Jahre alt und alles andere als ein Technikmuffel. Die Italienerin lebt allein ihrer Wohnung und ist dennoch nie ganz von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Betreuungsroboter wacht über die alte Dame, 24 Stunden am Tag im Rahmen eines europäischen Projekts namens “GiraffPlus”. Frau Ralli ist froh, dass sie als Testpatientin an dem Programm teilnehmen darf.

Lea Mina Ralli:“Ich weiß, wenn mir etwas passiert, wenn ich stürze oder in Ohnmacht falle, dass ich mit einer Fernbedienung Hilfe rufen kann. Ich drücke einen Knopf und dann geht das Video an, der Arzt oder Therapeut erscheint und kann mir helfen. Ich weiß, dass sie mich sehen. Ich kann sie auch sehen und sie können mich zu Hause untersuchen.”

Für eine angemessene Rundumbetreuung ist das System mit einer Datenbank verbunden, die alle wichtigen Parameter des Patienten enthält. Im Falle einer Anomalie wir automatisch der Arzt oder das Pflegepersonal benachrichtigt. Der Roboter auf Rädern kommuniziert über ein ähnliches System wie Skype. Außerdem wird die Wohnung des Patienten mit Kameras und Sensoren ausgestattet.

Gabriella Cortellessa vom “GiraffPlus”- Projekt: “Die Idee ist, Sensoren zu installieren, die unterschiedliche Elemente überwachen, zum Beispiel gefährliche Situationen wie ein Gasleck oder ein Wasserrohbruch, aber auch mögliche Krankheiten des Patienten.”

Lebenswichtige Werte, wie Blutdruck Zucker und Sauerstoff werden bei Frau Ralli ständig gemessen. Die Interaktion mit Roboter habe zudem eine stimulierende Wirkung, sagen die Entwickler. Nach erfolgreicher Testphase soll der Betreuungsroboter 2015 auf den Markt kommen.