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Baschar Assad: Der Aufstieg des Unvorhergesehenen

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Baschar Assad: Der Aufstieg des Unvorhergesehenen

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Als Baschar Assad im Jahr 2000 an die Macht kam, hatte vor ihm schon dreißig Jahre lang sein Vater, Hafis Assad, über Syrien geherrscht.

An sich war Baschar als Staatspräsident gar nicht vorgesehen: Aber einige Jahre zuvor war sein älterer Bruder umgekommen.

Wie in einem Königshaus mit Thronfolge musste nun umdisponiert werden. Bei einem Wahlsieg jetzt könnte Baschar die Herrschaft der Assads über Syrien auf über ein halbes Jahrhundert ausweiten.

Trotz seiner despotischen Herrschaft genießt Assad junior in Teilen der Bevölkerung durchaus großen Rückhalt – vor allem natürlich bei den Alawiten, der Minderheit innerhalb der schiitischen Glaubensrichtung des Islam, der er selbst angehört.

Außenpolitisch kann er sich auch auf Unterstützer wie Russland oder – aus Glaubensgründen – Iran verlassen.

Gerade jetzt im Bürgerkrieg, in dem auf der anderen Seite unter anderem Radikale mit ihrem Kampf für eigene islamistische Staaten stehen, gilt Assad ihnen allen als jemand, der für Stabilität sorgt.