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Brazuca: Bunt und rund - auch flatterfrei?

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Brazuca: Bunt und rund - auch flatterfrei?

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Der WM-Ball Brazuca ist nicht nur bunt und rund, er soll auch weniger flattern. Nachdem das Vorgängermodell Jabulani, mit dem bei der Weltmeisterschaft in Südafrika vor Jahren gespielt wurde, auf Spielerseite teils heftige Kritik auslöste, wurde Brazuca zahlreichen Laboruntersuchungen unterzogen, um den gefürchteten Flattereffekt zu reduzieren und für bessere Flugeigenschaften zu sorgen.

Nach Meinung des japanischen Sportwissenschaftlers Takeshi Asai ist das gelungen.

“Obwohl die Anzahl der Einzelteile verringert wurde, ist die Naht insgesamt länger. Das sorgt dafür, dass die Geschwindigkeitsspanne, die für einen geringeren Luftwiderstand verantwortlich ist, breiter wird”, sagt Asai.

“Wenn Brazuca sich innerhalb dieser Geschwindigkeitsspanne bewegt, fällt der Luftwiderstand, so dass der Ball besser fliegt”, erklärt der Japaner.

Im Windkanal versuchten die Wissenschaftler, den Ball möglichst realistischen Bedingungen auszusetzen. Die besten Flugeigenschaft, so fanden die Forscher heraus, hat das Kunstleder, wenn es mit 20 Meter pro Sekunde fliegt – das ist etwa die Geschwindigkeit eines schnellen Passes. Zudem, so sagt der Hersteller, nehme das Spielgerät kaum Wasser auf. Überprüft wurde das unter anderem mit Schleudertests in der Waschmaschine.

Doch trotz aller Wissenschaft bleibt auch Brazucas Rolle die eines jeden Balles: Das Runde muss ins Eckige.