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Brüssel mahnt Reformen in Frankreich an

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Brüssel mahnt Reformen in Frankreich an

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Nach der politischen Schlappe bei der Europawahl gibt es nun auch erneut Kritik an der Wirtschaftspolitik Frankreichs. Im Rahmen der verschärften Budgetüberwachung präsentierte die Europäische Kommission in Brüssel Empfehlungen für die Haushaltspolitik. Kommissionspräsident José Manuel Barroso ermahnte Frankreich und andere Mitgliedsstaaten, die Reformen fortzusetzen. Die siegreiche rechtsextreme Front National wettert unterdessen gegen die Sparauflagen aus Brüssel. Der Leiter der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, Guntram Wolff, sagte uns: “Was die öffentlichen Finanzen angeht, sehen wir in der Tat eine Konsolidierung und den Versuch, das Defizit herunterzuführen, Ausgaben zu kürzen. Ich denke das ist der richtige Weg, wir müssen in der Tat weniger ausgeben in Frankreich, Frankreich muss insgesamt bei den Reformen ansetzen, die im Staatssektor sind.” Die wirtschaftliche Lage Europas beurteilte Wolff nach wie vor als kritisch: “Wir haben einen europäischen Investitionsstau, wir haben eine enorm hohe Arbeitslosigkeit, wir haben immer noch viel zu niedrige Inflationsraten, die Geldpolitik ist zu restriktiv.” In der Eurozone beträgt der staatliche Schuldenberg im Durchschnitt 96 Prozent der Wirtschaftsleistung, erlaubt sind 60 Prozent.