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Festnahmen und Internet-Zensur in China vor dem Jahrestag des Tiananmen-Massakers

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Festnahmen und Internet-Zensur in China vor dem Jahrestag des Tiananmen-Massakers

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Kurz vor dem 25. Jahrestag des Massakers auf dem Tiananmen-Platz in Peking am 4. Juni hat die chinesische Regierung den Zugang zu allen Diensten des Internetanbieters Google gesperrt.
Wie internationale Menschenrechtsorganisationen weiter berichteten, sind mehr als 80 Bürgerrechtler festgenommen, unter Hausarrest gestellt und eingeschüchtert worden.

Hunderttausende Sicherheitskräfte wurden
von der Regierung in Peking mobilisiert. Sie sollen mögliche Zwischenfälle verhindern.
Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums wies internationale Kritik an dem Vorgehen der Regierung zurück:

“In China gibt es nur Gesetzesbrecher und keine sogenannten Dissidenten. Die Verantwortlichen in der chinesischen Regierung verhalten sich gesetzesgemäß.”

Offiziell ist in Peking kein Gedenken an die Opfer des brutalen Militäreinsatzes in der Nacht zum 4. Juni 1989 erlaubt.
Dagegen wird im autonom verwalteten Hongkong eine Großdemonstration mit mehr als 150000 Teilnehmern erwartet. In Peking kamen damals mehrere hundert Menschen ums Leben, als die Kommunistische Partei auf dem Platz des Himmlischen Friedens auf das eigene Volk schießen ließ.