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Gedenken zum D-Day: Was will Obama?

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Gedenken zum D-Day: Was will Obama?

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Die Landung alliierter Truppen in der Normandie im Juni 1944, der sogenannte D-Day, ist eingebrannt ist das kulturelle Gedächtnis der USA. Um der Gefallenen und Veteranen jener Tage zu gedenken, treffen sich am 6. Juni Staatschefs aus aller Welt an der französischen Küste.

US-Präsident Barack Obama ist dafür bereits nach Europa gereist. Die Erinnerung an die Militäroperation von vor 70 Jahren wirft auch Fragen auf nach der aktuellen Strategie amerikanischer Außenpolitik. “Wir alle versuchen ja immer noch herauszufinden, welche Außenpolitik Präsident Obama überhaupt betreibt. Das will schon etwas heißen, nach sechs Jahren Regierungszeit. Klar ist, dass er nicht die Strategien seiner Vorgänger fährt. Wofür er aber nun steht, das hat er nicht verraten”, sagt Heather Conley vom Center for Strategic & International Studies in Washington.

Es ist eine minimalistische Art der Außenpolitik: Einmischung in Konflikte nur wenn unbedingt nötig. So mancher Bündnispartner mag sich fragen, ob mit den USA überhaupt noch zu rechnen ist.

“Siebzig Jahre nach dem D-Day ist nicht klar, ob die USA noch immer bereit sind, für die Freiheit in der Welt den höchsten Preis zu bezahlen. Obamas Politik versucht viel eher, die USA aus Konflikten herauszuhalten. An den Stränden der Normandie wird Obama Gelegenheit haben, deutliche Worte zu finden”, so Euronews-Korrespondent Stefan Grobe in Washington.