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Gefangenen-Deal: US Präsident Obama gerät immer mehr unter Druck

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Gefangenen-Deal: US Präsident Obama gerät immer mehr unter Druck

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US-Präsident Barack Obama gerät im Zusammenhang mit der Freilassung des US-Soldaten Bowe Bergdahl innenpolitisch immer mehr unter Druck. Bergdahl war am Wochenende freigekommen – im Austausch gegen fünf hochkarätige Guantanamo Häftlinge.

Obama hatte dem Austausch zugestimmt, ohne den Kongress, wie vorgeschrieben, 30 Tage im Voraus darüber zu informieren.

“Der Präsident hat Vorschriften verletzt, in dem er den Kongress nicht informierte”, so der republikanische Abgeordnete Mac Thornberry. “Man kann argumentieren, dass es ein Notfall war, und er schnell reagieren musste. Aber diese Gesetzesverletzung ist eine Gefahr für die nationale Sicherheit.”

Die freigelassenen früheren Talibanfunktionäre trafen inzwischen in Katar ein. In den USA fürchten die Kritiker des Gefangenen-Deals nun um die Sicherheit der amerikanischen Soldaten.

Taliban könnten verstärkt versuchen, US-Soldaten als Geiseln zu nehmen, um eigene Kämpfer freizupressen. Bergdahl war bislang der einzige offiziell Vermisste des Afghanistan-Krieges.

“Der Verteidigungsminister kam nach Abwägung aller Aspekte zu dem Schluss, dass die Zusicherungen, die wir von Katar erhielten, ausreichten”, so ein Sprecher des Weißen Hauses. “Die Gespräche hätten klargemacht, dass die fünf Häftlinge jetzt und in Zukunft keine bedeutsame Gefahr für die USA darstellten.”

Bergdahl befindet sich weiterhin in einem US-Militärhospital in Deutschland. Die Umstände seines Verschwindens in Afghanistan sind weiterhin ungeklärt. Ehemalige Kameraden werfen ihm vor, damals absichtlich seinen Posten verlassen zu haben.