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Brasilien: Erneut Proteste gegen die WM

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Brasilien: Erneut Proteste gegen die WM

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In Brasilien haben erneut mehrere Hundert Menschen gegen die anstehende Fußball-WM protestiert. In Rio de Janeiro gingen zahlreiche Lehrer auf die Straßen. Sie kritisierten die hohen Kosten der WM und forderten, das Geld solle statt in Sportereignisse vielmehr in Bereiche wie Bildung und Gesundheit fließen.

Ein Lehrer meinte: “Es wird viel Geld ausgegeben für Großereignisse, während wir ein schlechtes Gesundheits- und ein furchtbares Bildungssystem haben, in dem Schulen unwichtig sind und Lehrer nur sehr wenig Gehalt bekommen.”

Auch beim Freundschaftsspiel der brasilianischen Mannschaft gegen Panama gab es Proteste. Vor dem Stadion in Goiania versammelten sich gut 200 WM-Gegner, auch sie forderten angesichts der mehr als 8 Milliarden Euro teuren WM mehr Geld für Bildung und Gesundheit.

Unterdessen zeigt sich Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff trotz der Proteste zuversichtlich. Das Land sei bereit, der Welt eine große Veranstaltung zu präsentieren, sagte sie bei einem Treffen mit FIFA-Chef Joseph Blatter. Zur Weltmeisterschaft werden rund 600 000 ausländische Touristen erwartet. Schätzungsweise drei Milliarden Menschen werden die WM an den TV-Bildschirmen verfolgen.