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D-Day: Merville gedenkt der verirrten Fallschirmjäger

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D-Day: Merville gedenkt der verirrten Fallschirmjäger

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Die Stadt Merville in der französischen Normandie ist dieser Tage Schauplatz des Gedenkens an die Landung der alliierten Truppen im Jahr 1944. In der Nacht auf den 6. Juni trug sich in Merville ein besonders trauriges Kapitel dieser Geschichte zu. Hier stand damals eine deutsche Geschützstellung, etwa zwei Kilometer vom Meer entfernt. Um die Landung der Alliierten nicht zu gefährden, sollte diese zuvor beseitigt werden.
Das 9. Bataillon der britischen 6. Luftlandedivision sollte es richten – der Einsatz geriet aber zum Alptraum, erklärt der heutige Bürgermeister von Merville, Olivier Paz: “Die Hälfte der Fallschirmspringer landete zu weit im Osten in den Sümpfen, die (der deutsche Generalfeldmarschall Erwin) Rommel zuvor hatte fluten lassen. Sie ertrinken. Nur 150 von 700 Männern erreichten ihr eigentliches Ziel und standen dann fast hilflos vor der deutschen Geschützstellung.” Das folgende Gefecht überleben nur 75 der Männer. Trotz dezimierter Zahl gelang es ihnen doch noch, 22 deutsche Gefangene zu machen.