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Indisches Juwel: Champaner


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Indisches Juwel: Champaner

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Gujarat ist ein vielfältiger Bundesstaat, der verborgene Schätze fernab der Touristenströme beherbergt.

Es gab einmal einen muslimischen Sultan, der ein Auge auf das benachbarte Königreich der Rajputen geworfen hatte. Es stand in dem Ruf, unbesiegbar zu sein. Der Sultan begann, die weiter unten gelegenen Anlagen von Champaner zu erobern und nach und nach den gesamten Hügel einzunehmen.

In Champaner legte der Mogul Mahmud Begharha die Grundfesten für seinen Palast und die Tempelanlagen. 20 Monate lang widersetzten sich die Rajputen dem Sultan und dessen Armee. Angesichts der drohenden Niederlage begingen die Umzingelten am Ende rituellen Selbstmord.

Während des Sultanats war Champaner die Hauptstadt. Sie wurde 1484 angelegt. Doch der Ruhm der Stadt währte nicht lange. 1535 griff Humayun, der zweite Herrscher des Großmogulreiches von Indien, Champaner zweimal an. Alles wurde zerstört. Es war das Ende der Blütezeit.

Champaner lag in Ruinen. Die Natur gewann die Oberhand. Pflanzen wucherten über die Gebäude. Bis 1970 ein Archäologenteam bei Ausgrabungen die überraschende Zeugnisse der Vergangenheit ans Tageslicht brachte.

Besonders überrascht das Zusammenspiel gleich mehrerer Religionen: in Form von muslimischen, hinduistischen und jainistischen Tempeln.Champaner war eine beliebte Pilgerstätte. Hindus besuchten hier den Tempel der Kali.

Nachdem die UNESCO Champaner-Pavaghad zum Weltkulturerbe erklärte, fand es seinen Weg in zahlreiche in- und ausländische Reiseführer.

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