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Laserreinigung für fünf antike Damen

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Laserreinigung für fünf antike Damen

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Eine besondere Attraktion bietet das Athener Akropolis Museum in diesen Tagen: die Laserstrahlreinigung der Karyatiden in Echtzeit. Die fünf berühmten Frauenskulpturen werden mit modernster Technik überholt, und die Besucher dürfen zuschauen. Die Laserbehandlung findet in der Museumshalle statt, hinter einem Schutzvorhang. Kameras übertragen das Geschehen auf einen Bildschirm. Schmutz und Patina verschwinden wie von Geisterhand.

Konstantinos Vassiliadis, Leiter des Restaurierungsprogramms: “Die Säuberung einer Karyatide dauert zwischen sechs bis acht Monate, je nachdem in welchem Zustand sich die Statue ist. Je nachdem, wo sie sich auf dem Monument befand, bildet sich eine mehr oder minder dicke Schmutzkruste.”

Dimitrios Pandermalis, Museumsleiter: “Die Karyatiden haben Feuersbrünste, Kriege, Bombenangriffe und viele andere Katastrophen überlebt. In den 70er Jahren beschloss man, die Statuen ins damalige Akropolis Museum zu verlegen und in einer Stickstoffkammer zu konservieren. Die Statuen sind heute im neuen Akropolis Museum untergebracht, wo der Besucher nicht nur ihre Schönheit bewundern, sondern modernste Säuberungs- und Restaurierungstechniken miterleben kann.”

Während der Laserbehandlung werden regelmäßig Aufnahmen von der Oberflächenbeschaffenheit angelegt, eine Art Tagebuch der Restaurierung, die unterschieldich eingefärbten Bereiche zeigen an, welche Partien bereits behandelt wurden. Eine einzige Schmutzstelle wird ganz bewusst ausgepart, um dem Betrachter zu zeigen, wie die Statue vor der Säuberung aussah.

Die Frauenskulpturen, die heute auf der Akropilis das Dach des Erechteion-Tempels stützen, sind übrigens Repliken aus Gips.

Katerina Anastasopoulou, euronews: “Alle antiken Kunstschätze, die von der Akropolis entfernt wurden, befinden sich in dem Museum, das vor fünf Jahren eröffnet wurde. Die Karyatiden und die Parthenon-Skulpturen haben einen Panoramablick auf ihr ehemaliges Zuhause: Das Museum befindet am Fuß der Akropolis.”