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Schweizer Rot-Kreuz-Delegierter in Libyen erschossen

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Schweizer Rot-Kreuz-Delegierter in Libyen erschossen

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In der libyschen Hafenstadt Sirte haben Unbekannte einen Schweizer Delegiertern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erschossen. Bewaffnete Männer hätten dem Leiter der IKRK-Operationen in der Küstenregion Misrata aufgelauert und aus nächster Nähe auf ihn
gefeuert. Das IKRK verurteile das Verbrechen auf das schärfste. Die Motive der flüchtigen Täter seien bislang unklar.

IKRK-Sprecher Wolde-Gabriel Sougeron sagte in Genf, das Auto der Helfer sei nicht als
Rot-Kreuz-Fahrzeug gekennzeichnet gewesen. Das entspreche den Sicherheitsvorschriften für die Tätigkeit in Libyen. Es habe dort zuvor schon Feindseligkeiten gegen Rot-Kreuz-Helfer gegeben,

Die Hafenstand Sirte liegt rund 450 südöstlich der Hauptstadt Tripolis. In der Hafenstadt Bengasi scheiterte am selben Tag ein Anschlag auf den abtrünnigen libyschen General Chalifa Haftar. Der Attentäter sprengte sich einen Kilometer von Haftars Haus entfernt in einem Auto in die Luft, als er an einem Kontrollpunkt aufgehalten wurde. Haftar war an der Rebellion gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi beteiligt.