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Assad gewinnt die Präsidentenwahl in Syrien nach offiziellen Angaben mit 88,7 Prozent der Stimmen

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Assad gewinnt die Präsidentenwahl in Syrien nach offiziellen Angaben mit 88,7 Prozent der Stimmen

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In der Hauptstadt Damaskus feiern sie das “Fest der Demokratie”, die Anhänger des alten und neuen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Allerdings nur in den Gebieten, die in dem Bürgerkriegsland von den Regierungstruppen kontrolliert werden. Ausschließlich dort wurde auch gewählt. Staatsmedien berichten dennoch von einer hohen Wahlbeteiligung.

Jetzt ist das amtliche Endergebnis bekannt: Demnach erhielt Syriens Machthaber 88,7 Prozent der Wählerstimmen. Assads Gegenkandidat und Ex-Staatsminister Hassan al-Nuri sagte, Syrien werde nach der Wahl ein neues, demokratisches und politisch pluralistisches Land sein.

Prominente Oppositionelle waren aber faktisch ausgeschlossen, da die meisten von ihnen im Kampf gegen die Regierung stehen oder im Exil
leben. Die EU bezeichnete die Wahl als unrechtmäßig und undemokratisch. Die syrische Opposition sprach von einer “Farce”.

Millionen Syrer sind im In- und Ausland auf der Flucht, viele konnten ihre Stimme nicht abgeben. Auch jetzt wird in Städten wie Aleppo im Norden des Landes weiter gekämpft. Assad ist seit Sommer 2000 Präsident, nun tritt er eine
dritte Amtszeit an. Der Aufstand gegen sein Regime hat 2011 begonnen und Aktivisten zufolge mehr als 160.000 Menschen das Leben gekostet.