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D-Day-Jahrestag: Militaria-Sammler erobern Normandie

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D-Day-Jahrestag: Militaria-Sammler erobern Normandie

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Die Allierten landeten am 6. Juni 1944 in der Normandie und eröffneten damit eine zweite Front gegen Nazi-Deutschland. Siebzig Jahre später pilgern nun Touristen und Militaria-Sammler zu den damaligen Schlachtfeldern.

Ein Belgier erklärt: “Seit ich zehn Jahre alt bin, liebe ich es Soldat zu spielen. Mein Vater wurde deportiert, er konnte uns sehr anschaulich von der Zeit berichten. Wir hatten auch Mitglieder aus dem Wiederstand in unserer Familie. Es ist also im Grunde unsere Pflicht, uns zu erinnern.”

Belgier und Engländer sind besonders aktive Militaria-Sammler, wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht. Zu den D-Day-Treffen kommen aber auch Russen. Einige fahren mit ihren Jeeps von Moskau bis in die Normandie. Für sie alle stehen entlang der Küste 15 Camps bereit.

“Als Mutter bricht es mir das Herz, wenn ich sehe, was hier geschehen ist und wie viele Jungs starben”, so eine Amerikanerin. Eine andere Amerikanierin meint: Man müsse daran erinnern, was getan wurde, um die Freiheit zu schützen, damit die Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen konnten.

Der Tourismus nahm in der Normandie während der vergangenen runden D-Day Jahrestage um rund 30 Prozent zu. In diesem Jahr wird mit noch mehr Besuchern gerechnet.

Die Touristen interessieren sich besonders für die historischen Museen und die Friedhöfe. Eine der wichtigsten Gedenkstätten ist der US-Soldatenfriedhof von Colleville-sur-Mer.

Die Euronews-Reporterin erklärt: “Nach den diesjährigen Feierlichkeiten wird es darauf ankommen, neue Besucher zu gewinnen. Die Veteranen sterben langsam aus und ihre Familien werden künftig seltener kommen.