Eilmeldung

Eilmeldung

Interview zum Ukraine-Konflikt: Putin gibt sich unaufgeregt

Sie lesen gerade:

Interview zum Ukraine-Konflikt: Putin gibt sich unaufgeregt

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Ausschluß Russlands vom Treffen der führenden Industrienationen in Brüssel hat sich Staatspräsident Wladimir Putin zur Krise in der Ukraine geäußert. In einem Interview mit französischen Fernsehjournalisten ging er auf Vorwürfe der G7 ein, Russland versorge die ukrainischen Separatisten mit Wafffen.

“Wenn es dafür Beweise gibt, dann her damit. Wir alle erinnern uns an den damaligen US-Außenminister, der im UN-Sicherheitsrat einen sogenannten Beweis für irakische Massenvernichtungswaffen vorlegte. Er zeigte eine Substanz, die genauso gut hätte Waschpulver sein können. (…) Etwas behaupten und etwas beweisen, das sind doch zwei unterschiedliche Dinge”, so Putin.

Den designierten Staatspräsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, warnte Putin vor einem gewaltsamen Vorgehen gegen die ukrainischen Separatisten: “Ich denke, Herr Poroschenko verfügt jetzt über eine einmalige Gelegenheit. Noch klebt kein Blut an seinen Händen, noch kann er den Rückeroberungsfeldzug stoppen und mit den Bürgern im Osten und Süden seines Landes in einen direkten Dialog treten.”

Nach der Annektierung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Moskau hatten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Japan, die USA und Italien, Russland von ihren Zusammenkünften ausgeschlossen.