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Irlands Regierung befasst sich mit Mutter-Kind-Heimen

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Irlands Regierung befasst sich mit Mutter-Kind-Heimen

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Irlands Regierung setzt sich mit der teils grausigen Vergangenheit der sogenannten Mutter-Kind-Heime für unverheiratete
Mütter auseinander. Im Jahr 1975 war in Tuam im Westen des Landes entdeckt worden, dass dort gut 800 Kleinkinder in einem Betontank
verscharrt worden waren.

Beamte seien dabei zu prüfen, wie man mit den entsetzlichen Details am besten umgehe, sagte der irische Kinder- und Jugendminister Charlie Flanagan. Man prüfe die Fakten, damit man auf den Grund der Affäre vordringen könne. Das seien Vorfälle, die nicht nur bei den betroffenen Familien für Bestürzung sorgten, sondern auch bei den Gemeinden vor Ort. Bis Ende des Monats liege ein Bericht vor, dann könne man über weitere Schritte nachdenken.

Medienberichte über Massengräber, in denen Tausende Babys in der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts anonym beerdigt wurden, hatten die Regierung unter Druck gesetzt. Historiker und Aktivisten verlangen seit Jahren, dass die Akten über die Mutter-Kind-Heime veröffentlicht und die Ereignisse untersucht
werden.