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"Korengal" - So fühlt sich Krieg an

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"Korengal" - So fühlt sich Krieg an

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Nach seiner viel beachteten Dokumentation “Restrepo” über den tödlichen Alltag einer US-Truppe in Afghanistan kehrt Regisseur Sebastian Junger erneut an den Ort des Geschehens zurück.

Es geht um dieselben Soldaten, denselben Beobachtungsposten im Korengal Tal, einer der gefährlichsten Orte Afghanistans, aber diesmal liegt der Schwerpunkt auf einer anderen Perspektive, den psychischen Auswirkungen des Krieges.

"Korengal" heißt der Streifen, und im Untertitel :"This Is What War Feels Like". So fühlt sich Krieg an.

Sebastian Junger: “Ich wollte mit diesem Film das Erlebnis der Kampfsituation und ihre Konsequenzen tiefer erforschen. Nach dem Einsatz fragte ich die Soldaten: ‘Was bedeutet das Wort Mut für Euch? Was fehlt Euch am meisten?’ Den meisten fehlte der Krieg.”

Von Mai 2007 bis Juni 2008 begleiteten Junger und sein Regiepartner, der Fotojournalist Tim Hetherington, den Einsatz der jungen Soldaten und drehten die mit dem Oscar ausgezeichnete Doku “Restrepo”.

Eine Fortsetzung mit dem ungenutzten Filmmaterial war bereits geplant, als Hetherington 2011 bei einer Reportage in Libyen ums Leben kam.
Junger veröffentlicht nun Fortsetzung.

Sebastian Junger: “Was ich mit diesem Film mitteilen wollte, war, dass Krieg eine vielschichtige Erfahrung bedeutet. Die für alle aufregend und furchterregend ist. Im Grunde ein zutiefst trauriges Erlebnis, wenn man darüber nachdenkt, was man tut. Krieg bedeutet all das. Ich würde nicht sagen wollen, ob es gut ist oder schlecht. Krieg bedeutet alles auf einmal, das ist eine emotional sehr aufwühlende Erfahrung für die Soldaten, mit einer ansteckenden Wirkung.”

“Korengal” wurde auf dem Little Rock Film Festival im US-Staat Arkansas uraufgeführt. Deutschsprachige Premierendaten sind nicht bekannt.