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Tian'anmen-Massaker: Hongkong mahnt, Peking schweigt

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Tian'anmen-Massaker: Hongkong mahnt, Peking schweigt

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Ein Vierteljahrhundert nach dem Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking haben in der Sonderverwaltungszone Hongkong Zehntausende mit Kerzen und Lichtern der Toten der Militäraktion von 1989 gedacht. Auch in Taiwan fanden ähnliche Gedenkveranstaltungen statt.

In Peking, dem Schauplatz des Massakers waren Demonstrationen untersagt – die Polizei erhöhte schon vor Tagen die Sicherheitsmaßnahmen. “Ich nehme das erste Mal an so einer großen, politisch motivierten Veranstaltung statt. Ich hoffe, dass Chinas Einwohner eines Tages in Freiheit leben und demonstrieren dürfen”, so ein Mann im Zentrum von Hongkong.

Im Jahr 1989 hatten vorwiegend Studenten im Zentrum von Peking für mehr Demokratie protestiert. In der Nacht auf den 4. Juni startete das Militär einen Einsatz gegen die Demonstranten, Hunderte kamen dabei ums Leben. Chinas Führung lehnt die Aufarbeitung des Massakers auf dem Tian’anmen bis heute ab.