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Carlos Vives und der WM-Song "La Copa de Todos"

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Carlos Vives und der WM-Song "La Copa de Todos"

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“La Copa de Todos” singt der kolumbianische Musikstar Carlos Vives gemeinsam mit Gaby Amarantos und David Correy, die spanische Version der Fußball-WM-Hymne “The World Is Ours”.

Bekannt wurde Vives in den 80ern als Schauspieler in Seifenopern, bevor er zu seiner eigentlichen Berufung als Sänger fand. euronews-Reporter Alberto De Filippis sprach mit dem mehrfachen Latin-Grammy-Gewinner in Bogotá über seine Karriere und seinen Song.

Carlos Vives: “Dieser Song, ‘La Copa de Todos’, das mag vielleicht etwas arrogant klingen, aber von allen WM-Songs, die ich gehörte habe, ist meiner derjenige, der die Fußball-Stimmung am besten widerspiegelt, dieses Gefühl, wenn der Zuschauer nach einem Tor ruft.”

Carlos Vives lebt heute zwischen Miami und Bogotá. Sein Stil: eine Genre übergreifende Mischung aus Popmelodien, Latino-Rhythmen und dem traditionellen kolumbianischen Musikstil Vallenato.

Wie kam diese spezielle Mixtur zustande?

Carlos Vives: “Sie werden lachen, aber als ich anfing, nach einem neuen Musikstil zu suchen, spielte ich traditionellen Vallenato fürs Fernsehen, aber auch moderne Musik, Rock und Hip-Hop. Ich sagte mir: Ich will eine eigene Rockband. Und beschloss, sie Carlos Vives y la Provincia zu nennen. Denn ich hatte entdeckt, dass viele bekannte Musiker aber auch andere bekannte Leute aus der Provinz stammten. Viele der wirklich herausragenden Musiker, die ich hörte, kamen aus den Dörfern in der Provinz.”

Nicht alles lief glatt in der Karriere des Schauspielers und Musikers. Trotz großer Erfolge erlebte er auch eine längere Durststrecke.
“Volvi a nacer” (Wiedergeburt) heißt passenderweise einer der bekanntesten Songs des Sängers, der sich durch einfach rein gar nichts herunterziehen lässt. Gegen Rückschläge und Karrieretief hat er sein ganz spezielles Geheimrezept.

Carlos Vives: “Man darf niemals aufhören zu arbeiten. Ich war acht Jahre ohne Arbeit. Aber man muss die Kraft aufbringen, niemals den Glauben an sich selbst zu verlieren. Hätte mich das Leben in eine andere Richtung gelenkt, hätte, ich hätte gekämpft, um etwas zu erreichen. Aber ich wäre dem Leben ebenso dankbar gewesen, ich hätte genauso hart gearbeitet.”

Heute genießt Carlos Vives internationale Anerkennung und Ehrenämter, vergießt jedoch nie, wo er herkommt.
Kolumbien hat einen besonderen Platz in seinem Herzen. Wie reagierte er auf den Tod des Literaturnobelpreisträgers
Gabriel García Márquez ?

Statt einer Antwort singt Vives eine improvisierte Hommage an den großen Autor.