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Der französische US-Soldat

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Der französische US-Soldat

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Nach 70 Jahren ist Bernard Dargols zurück an dem Strand, den die Amerikaner Omaha Beach tauften. Hier in der Normandie ging der gebürtige Franzose als US-Soldat an Land, um seine Heimat von den Nationalsozialisten zu befreien. Im euronews-Interview erzählt Dargos seine Geschichte.

“Ich habe Frankreich mit 18 Jahren als junger Mann verlassen”, sagt Dargols. “Sechs Jahre später, mit 24, bin ich in einer amerikanischen Uniform als Oberfeldwebel zurückgekehrt. Vielleicht würde ich meine Familie, meine Freunde wiedersehen. Das war ein bewegender Moment – sehr schwer zu beschreiben.”

Die Momente der Landung in der Normandie lassen Dargols auch nach 70 Jahren nicht los.

Dargols: “Wir landeten rund einhundert Meter vom Strand entfernt – einen so schönen Strand hatte ich noch nie gesehen. Die letzten einhundert Meter habe ich unter Bombenhagel zurückgelegt, den ich immer noch spüre. Das war kein Bombardement der Deutschen, sondern der Alliierten. Damit sollte erreicht werden, dass wir an Land gehen können. Aber dieser Bombenhagel hat viele französische Zivilisten getötet und französische Häuser zerstört.”

“Auf diesem Friedhof in Colleville-sur-Mer ruhen ausschließlich amerikanische Soldaten, die während des Zweiten Weltkrieges gefallen sind”, erläutert euronews-Reporterin Laurence Alexandrowicz. “Die Opfer der Landung in der Normandie machen hier nur zehn Prozent der Gräber aus. Dies ist ein sehr ergreifender Ort – und die meistbesuchte aller Gedenkstätten zur Landung in der Normandie.”