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Erste Annäherungen zwischen Putin und Poroschenko zur Lösung der Ukraine-Krise

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Erste Annäherungen zwischen Putin und Poroschenko zur Lösung der Ukraine-Krise

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Im Rahmen der Gedenkfeiern in der Normandie hat sich der Beginn eines Dialogs zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und seinem designierten ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko abgezeichnet. Erleichtert hat die vorsichtige Kontaktaufnahme wohl auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die beide Politiker zu Einzelgesprächen traf.

Putin sagte, man habe sich an den Tisch gesetzt und wohl 15 Minuten miteinander gesprochen. Dabei sei es nicht um Details gegangen. Dennoch habe man die Hauptpunkte der derzeitigigen Situation und die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern angesprochen. Er teile die Position Poroschenkos, dass das Blutvergießen im Osten der Ukraine sofort aufhören müsse. Poroschenko habe einen Plan. Worum es dabei gehe, solle man besser ihn fragen.

Auch mit US-Präsident Barack Obama wechselte Putin einige Worte. Einzelheiten darüber wurden nicht bekannt, Putin bezeichnete das Gespräch aber als “nützlich”.

Das französische Protokoll hat also bei der vielleicht heikelsten Aufgabe der D-Day-Feierlichkeiten in der Normandie ganze
Arbeit geleistet. Die Improvisations-Diplomatie könnte der erste Schritt in Richtung zu einer Lösung der Krise in der Ukraine sein.